Kolbatz untersuchte handelsübliche
Mehrweg-PET-Flaschen auf Keimbildung und Impotenz durch gelösten
Weichmacher.
Bei dem Versuch wurden ein Jahr
lang täglich Mineralwasserflaschen gut gespült und mit
frischem Leitungswasser gefüllt. Breits nach drei Monaten trat
eine Geschmacksveränderung ein und nach sechs Monaten waren an
den Innenwänden grüne Ablagerungen sichtbar.
„Der Hauptgrund ist durch das Ablösen des im Material der
PET-Flasche enthaltenen Weichmachers zu erklären“, sagt
Kolbatz. Hierdurch wird die Oberfläche porös und Keime können
sich festsetzen.
Wie die Abbildung zeigt, hat sich bereits nach
sechs Monaten ein unübersehbarer Bakterienrasen gebildet, der
gesundheitlich weit gefährlicher ist als das Krebsrisiko durch
Zigarettenrauch.
BILD ZOOM
Die Behauptung, Schimmelsporen würden durch UV-Strahlen schnell
abgetötet, stimmt nicht, sondern es ist eine lange, kurzwellige
UV-Bestrahlung notwendig, die ihrerseits wiederum krebserregend ist.
Schädliche Chemie in
manchen Baby-Schnullern und Kinderspielzeuge
„Eine große Gefahr sehe ich auch mit der Aufnahme des gelösten
Weichmachers (PAK) in unserer Nahrungskette.
Phthalate
schädigen Leber und Spermien! Impotenz als Folge wurde bereits
wissenschaftlich nachgewiesen, aber der große Supergau wird erst in der
folgenden Generation kommen, wenn die Flaschenkinder erwachsen sind und
selbst Kinder bekommen wollen. Denn bereits mit der Babynahrungsaufnahme
aus der Plastikflasche wird auch zwangsläufig der Weichmacher mit
aufgenommen“.
"Das allgemeine Vertrauen in Plastikverpackungen ist sehr hoch,
da man sie für sehr sauber und hygienisch hält. Niemand denkt jedoch
daran, dass sich in den Weichmachern, die bei ihrer Produktion verwendet
werden, auch Östrogene verstecken", sagt Kolbatz weiter.
Außerdem kann Acetaldehyd bei der Herstellung von PET-Flaschen als
Abbauprodukt entstehen und in den Flascheninhalt übergehen. In der EU
ist es als Substanz mit Verdacht auf krebserregende Wirkung eingestuft.
Das österreichische Verbrauchermagazin "Konsument" wollte
wissen, ob Acetaldehyd auch in Mineralwässern steckt. Das Ergebnis des
Tests: 21 von 25 Sprudelwässern in Kunststoffflaschen sind belastet.
"Auch wenn die gemessenen Werte die EU-Vorgaben von maximal
6.000 Mikrogramm Acetaldehyd pro Kilogramm Lebensmittel nicht
überschreiten, ist die Belastung von Mineralwässern mit Acetaldehyd
unnötig, da vermeidbar", kritisiert "Konsument"-Experte
Konrad Brunnhofer die Hersteller. PET-Flaschen können mit einem
speziellen Blocker erzeugt werden, der das Acetaldehyd im PET bindet.
Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) am 01.10.2009 in Berlin unter Berufung auf von ihm in
Auftrag gegebene Laboruntersuchungen berichtete, wurden in zehn
getesteten Schnullern Bisphenol A gefunden. Diese Substanz stehe im
Verdacht, Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Gehirnentwicklung und
Brustkrebs hervorzurufen. „Säuglinge und Kleinkinder reagieren
besonders empfindlich auf hormonartige Schadstoffe wie Bisphenol A“,
sagte Professor Ibrahim Chahoud, Toxikologe an der Berliner
Universitätsklinik Charité. „Ist der Körper künstlichen
hormonähnlichen Stoffen ausgesetzt, können diese das empfindliche
Gleichgewicht der natürlichen Hormone stören.“
"Konsument" rät zu Sprudelwasser aus der Glasflasche
Besonders Kohlensäure begünstigt
das Herauslösen von Acetaldehyd aus den Kunststoffflaschen. Das
zeigen auch die Testergebnisse: Während der Acetaldehydgehalt
bei den stillen Mineralwässern bei allen Proben unter fünf
Mikrogramm lag, fanden die Tester beim Sprudelwasser Werte von
bis zu 58 Mikrogramm pro Liter.
Auch teure Mineralwasser sind davon betroffen. So
enthält ein Liter San Pellegrino 33 Mikrogramm der mutmaßlich
krebserregenden Substanz. "Wer prickelndes Mineralwasser mag, und
auf der sicheren Seite bleiben will, greift daher besser zu Produkten in
der Glasflasche", rät Kolbatz.
Die
Nanotechnologie ist eine zukunftsträchtige
Technologie, mit deren rasanter Entwicklung
in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Die
Zahl der Produkte, in denen synthetische,
also künstlich erzeugte Nanopartikel
enthalten sind, steigt stetig. Daher ist
damit zu rechnen, dass Mensch und Umwelt
künftig verstärkt synthetischen
Nanopartikeln ausgesetzt sind.
Durch den Mund zugeführte Nanopartikel -
zum Beispiel in Arzneimitteln,
Plastikflaschen, Lebensmittel - können
über den Darm aufgenommen werden. Von dort
können sie ins Lymphsystem gelangen und ins
Blut übertreten. Die eigentliche Aufgabe
der Erythrozyten, die Zellen mit Nährstoffen
und Sauerstoff zu versorgen und Abbaugifte
abzutransportieren. Dieses wird durch die
zunehmende Starrheit der roten
Blutkörperchen, u.a. auch mit eingeschränkter
Ob Babyschnuller, bunte Spielfiguren im Kinderzimmer,
die Flasche mit Shampoo, der Joghurt-Becher oder die Mülltüte:
Plastik bestimmt unseren Alltag. Aber kaum jemand ist sich wohl
bewusst, wie schädlich der praktische Kunststoff eigentlich ist.
Es ist eine der bedeutendsten Erfindungen unserer
Zivilisation: Plastik - billig und sehr praktisch. Doch Plastik ist
auch eine ökologische Zeitbombe. Denn: Der Kunststoff überdauert bis
zu 500 Jahre in Böden und Gewässern: So befinden sich nach einer
Studie der Vereinten Nationen etwa 46.000 Plastikteile auf jedem
Quadratkilometer Meeresfläche.
Plastik: Gift für Tiere
Doch Plastik treibt nicht einfach nur so durch die
Gewässer: Durch Meeresströmungen ist ein Wirbel entstanden, der sich
durch den Pazifik bewegt. Doppelt so groß wie Europa ist der Wirbel,
in dessen Zentrum Millionen Tonnen Kunststoffmüll rotieren - vom
alten Turnschuh bis zum Kinderspielzeug. Angetrieben wird der
Müllwirbel von der Erdrotation sowie Winden. Bis zu 16 Jahre lang ist
der Abfall in den rotierenden Wassermassen gefangen.
Vielen Meeresbewohnern fügen die Müllmassen
erheblichen Schaden zu: Tiere nehmen den Müll, der im Meer schwimmt,
irrtümlicherweise auf, weil sie ihn für Nahrung halten. Das Plastik
verstopft die Mägen der Tiere und vergiftet sie.
46.000 Plastikteile auf einem
Quadratkilometer
In den Ozeanen
schwimmen mehr Kunststoffabfälle als Lebewesen.
Die Ozeane als gigantische Müllkippe:
Immer größere Mengen an Plastik in Form von PET-Flaschen und Tüten
verseuchen die Weltmeere, wie ein neuer UN-Umweltbericht jetzt offen
legt. Das Plastik zerbricht dabei in immer kleinere Stücke und
gelangt so auch über die kleinsten Organismen in die maritime
Nahrungskette.
Holländer planen künstliche
Insel im Pazifik – aus Plastikmüll
Eine Insel im
Pazifik – aus Plastikmüll Futuristische Gebäude
und Kanäle mit Gondeln – die Stadt auf „Recycled
Island“ wird als moderne Variante von Venedig
beschrieben
Unglaubliche Mengen Müll schwimmen in den Weltmeeren
umher – schließlich werfen Menschen seit Jahrtausenden
ihren Dreck in den Ozean. Mit der Erfindung des Plastik
kamen die Probleme, der Plastikschrott wird von der Natur
nicht oder nur sehr langsam abgebaut, die Umwelt leidet.
Eine spektakuläre Idee aus Holland könnte jetzt Abhilfe
schaffen – und gleichzeitig neuen Lebensraum generieren.
„Recycled
Island“ (dt. Wiederverwertete Insel) nennt sich der
Entwurf des holländischen Architekturbüros WHIM
architecture. Er sieht vor, aus den riesigen Mengen
Plastikmüll in den Weltmeeren
(Schätzungen gehen von 44 000 Tonnen allein im Pazifik
aus) eine künstliche Insel zu schaffen – die Menschen als
Lebensraum dienen soll.
Obwohl der Plastikschrott in allen Weltmeeren schwimmt,
gibt es Meeresregionen, in denen er sich ansammelt –
bedingt durch Meeresströmungen und Luftmassenbewegungen.
Eine der größten Plastikmüll-Ansammlungen schwimmt im
Nordost-Pazifik, nordöstlich von Hawaii.
Dort soll daraus eine künstliche Insel entstehen, die Größe
hängt von der eingesetzten Plastikmenge ab. Zum Start soll
das künstliche Eiland nach dem Plan der Architekten eine Fläche
von 10 000 Quadratkilometern umfassen – das
entspricht ungefähr der Größe der Insel Hawaii!
Die Recycling-Insel soll nicht den Schrott aus dem Meer
wiederverwerten, sondern selbst völlig „grün“
sein. Sonnenenergie und Wasserkraftwerke sorgen für Strom,
kompostierbare Toiletten und Seetang machen die Insel
fruchtbar. Der Plan: Die totale Unabhängigkeit von anderen
Ländern durch Selbstversorgung.
Die Stadt auf der Insel
soll eine moderne und „grüne“ Version von Venedig
(Italien) sein – mit zahlreichen Kanälen und einem
Traumstrand.
Noch ist die Insel aus Plastikschrott eine
Zukunftsvision – genügend
Baumaterial wäre in den
Weltmeeren allerdings vorhanden. Die Entwürfe für „Recycled
Island“ und weitere irre
Bauprojekte der Zukunft zeigen wir Ihnen in der
Fotogalerie. Quelle: bild.de
Berlin, Juni 2009 - 90 Prozent aller Chemikalien bestehen aus Öl.
"Aus 1.000 Kilogramm Kunststoffabfälle wie Polyethylen
und Polypropylen können auch etwa 1.000 Liter Öl gewonnen
werden", sagt Klaus-Peter Kolbatz. "Damit könnten
die Ölressourcen für sehr lange Zeit gesichert werden",
so Kolbatz weiter.
Kunststoffe sind hochmolekulare Verbindungen,
die entweder synthetisch oder durch chemische Umwandlung von
Naturstoffen (Erdölderivaten) gewonnen werden.
Deshalb sind
ihre Grundbestandteile Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff
und Stickstoff.
Es gibt Kunststoffe in den verschiedensten
Eigenschaften, einige von ihnen sind physiologisch
unbedenklich und deshalb als Lebensmittel-Verpackungen
zugelassen.
Unter Recycling versteht man die Rückführung
gebrauchter Materialien (z. B. Verpackungen) in den
Stoffkreislauf, um Ressourcen zu schonen, gleichzeitig wird
weiterer Abfall vermieden.
Beim Recycling werden drei Varianten
unterschieden: die werkstoffliche, die rohstoffliche und die
energetische Verwertung. Beim werkstofflichen Recycling werden
Kunststoffverpackungen zerkleinert und zu neuen Produkten
umgeschmolzen. Rohstoffliches Recycling führt die Kunststoffe
unter Hitzeeinwirkung in ihre Ausgangsstoffe Öl und Gas
zurück. Das energetische Recycling liefert Energie.
Die Ökoeffizienz sollte als Ziel angestrebt
werden. Kunststoffrecycling ist dann ökoeffizient, wenn
Verfahren und Produkte ökologisch sinnvoll und zugleich
ökonomisch zumutbar sind.
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