DDR Ruinen

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"Was wir in Westdeutschland hatten, war das Ideal des Sozialismus, wie es von den Kommunisten stets als

 

 Endziel marxistischer Entwicklung der Gesellschaft prophezeit wurde".

 

Terroranschläge auf Kommunikationssatelliten "Apokalypse 2020"

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Wissen DDR BRD

Der Kommunismus beherrschte damals ein Drittel der Welt. In der alten Bundesrepublik galten die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft

nach Ludwig Erhards Devise vom "Wohlstand für alle". Der sogenannte "Rheinische Kapitalismus" mit seiner sozialen Komponente wurde

neben dem skandinavischen Weg eines "Volksheimes" für alle Bürger als bis dahin erfolgreichstes Beispiel des Kapitalismus angesehen.

Spitzenmanager verdienten etwa zehnmal so viel wie der Durchschnitt ihrer Mitarbeiter, die auch um ihre soziale Sicherheit weltweit beneidet wurden. Es war ein goldenes Zeitalter für die Wirtschaftswunder-Kinder. Fast ununterbrochen ging es aufwärts.

Am Ende des gleichen Jahrzehnts bricht die Welt des Kommunismus zusammen, ohne dass sie je auch nur in einem Land ihrem roten Paradies näher gekommen wäre. Theoretisch könnten nun alle ihre Bürger in den Genuss der Wohltaten des Kapitalismus kommen, so leben wie im "goldenen Westen".

 

Die DDR ist von uns ökonomisch überschätzt worden”,

Aus Angst vor politischen Unruhen wagte die DDR-Führung nicht, die subventionierten Preise für Mieten und Grundnahrungsmittel, Dienstleistungen und Verkehrsmittel anzuheben – was verheerende Folgen hatte: Weil die Billigmieten nur ein Drittel der Kosten deckten, waren in Privateigentum stehende Häuser dem Verfall preisgegeben. Und weil das subventionierte Brot billiger war als Weizen, wurden Hühner in der DDR mit Brot statt mit Getreide gefüttert.

Für die Absurditäten der Kommandowirtschaft nennt Schürer heute das folgende Beispiel: „Lieferte ein Züchter ein Kaninchen an den Staat, erhielt er dafür 60 Mark. Kaufte er es danach geschlachtet und ausgenommen bei der Staatlichen Handelsorganisation HO zurück, kostete es trotz der aufgewendeten Arbeit nur 15 Mark.”

Am Ende ging mehr als ein Viertel des Staatshaushalts für Preissubventionen drauf – die DDR lebte über ihre Verhältnisse. Schürer: „Wir haben zu viel importiert fürs Essen, für die Ernährung, für die sozialen Maßnahmen.”

Als Hauptursache des Niedergangs erwies sich Artikel 9 der Verfassung: „Die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik ist sozialistische Planwirtschaft.” Nicht der Markt, sondern der Plan bestimmte die Preise. Die Produktion wurde nicht von der Nachfrage gesteuert, sondern durch Willkür und Wunschdenken der Regierenden.

Wenn Volkskammer-Präsident Horst Sindermanns Enkel echte Levis-Jeans verlangten, kam das Thema auf die Tagesordnung des Politbüros. Wenn Honecker mit einem 256-Kilobit-Mikrochip made in GDR renommieren wollte, musste der gebaut werden – koste es, was es wolle. „Die Selbstkosten für einen Chip”, so Schürer, „betrugen 536 Mark. Der Verkaufspreis war in der DDR auf 16 Mark festgelegt.”

Unter planungsbedingten Versorgungsengpässen – vom Dosenöffner bis zur Badekappe, vom Dübel bis zum Fertigmörtel – litten Privathaushalte wie Betriebe. Gedrückt wurde die Produktivität der DDR-Wirtschaft aber auch durch die Gleichmacherei bei den Löhnen und durch die Schwäche der Ost-Mark: Die Werktätigen verdienten während der Ära Honecker zwar mehr Geld als zuvor, konnten damit aber nur wenig anfangen.

Auf eine Wohnung mussten DDR-Familien 5 Jahre lang warten, auf ein Telefon 10 Jahre, auf einen Wartburg 15 Jahre. Genussmittel wie Schokolade oder Südfrüchte waren entweder überteuert oder gar nicht zu haben. Höherwertige Konsumgüter wie MZ-Motorräder oder „Praktika”-Spiegelreflexkameras gingen gleich in den Westen.

Bereits Anfang der achtziger Jahre hatten die Auslandsschulden der DDR 24 Milliarden West-Mark erreicht. In dieser Situation traf die DDR ein Schlag, von dem sie sich nie mehr erholen sollte.

Die Sowjetunion – laut DDR-Wirtschaftslenker Günter Mittag „bereits 1980 bankrott” – reduzierte 1981 ihre Erdöllieferungen an den Bruderstaat von jährlich 19 auf 17 Millionen Tonnen; Moskau wollte den Rohstoff lieber gegen Devisen an den Westen verkaufen, als ihn gegen Naturalien der DDR zu überlassen.

Vergebens bat Honecker den damaligen Kremlherrn Leonid Iljitsch Breschnew, den Beschluss zu revidieren, doch der blieb hart. Breschnew an Honecker: „Ich habe geweint, als ich unterschrieb.” Honecker, fassungslos, fragte zurück, „ob es zwei Millionen Tonnen Erdöl wert sind, die DDR zu destabilisieren”. Ein Jahr später stand die DDR vor der Zahlungsunfähigkeit; nur ein Milliardenkredit westdeutscher Banken, eingefädelt vom CSU-Chef Franz Josef Strauß, sorgte 1983 für Aufschub.

Damals schon war dem DDR-Wirtschaftspapst Günter Mittag klar, dass das System in den Ruin steuerte. „Der ökonomische Kollaps der DDR deutete sich 1981 an und wurde 1983 offensichtlich”, offenbarte Mittag zwei Jahre nach der Wende in einem SPIEGEL-Gespräch.

Kontinuierlich nahm in den achtziger Jahren die Produktivität der Wirtschaft weiter ab, zugleich sank die Qualität der Waren, die in den verrottenden, umweltverseuchenden Betrieben erzeugt wurden. „Die DDR-Industrie”, so Mittag im Nachhinein, „wäre niemals aus eigener Kraft wieder auf die Beine gekommen.”

Aus Angst vor Arbeiteraufständen zeigte sich die SED in den folgenden Jahren nicht nur außer Stande, die enormen Ausgaben für Militär, Polizei und Geheimpolizei zu reduzieren; allein der Sold für die fast 100 000 Stasi-Hauptamtlichen belief sich alljährlich auf 1,7 Milliarden Ost-Mark. Auch das „idiotisch entwickelte Subventionssystem” (Schürer) durfte nicht angetastet werden. Im Zentralkomitee wurden die wachsenden Schwierigkeiten verdrängt. „Je größer die Probleme wurden, umso weniger wurde über sie diskutiert”, erinnert sich Wolfgang Rauchfuß, einst Minister für Materialwirtschaft.

Bis zuletzt glaubten die Greise an der Spitze, sich irgendwie durchwurschteln zu können. „Die haben alle gedacht, für uns individuell reicht es noch, biologisch”, vermutet der ehemalige Zeiss-Manager Wolfgang Biermann.

Ende der achtziger Jahre kam die DDR nur noch dank übler Machenschaften und Manipulationen halbwegs über die Runden – durch Konkursverschleppung und Devisenschinderei in großem Stil.

Für Valuta-Mark verkaufte die SED (teils zu diesem Zweck eigens verhaftete) politische Gefangene, geraubte Antiquitäten, historisches Kopfsteinpflaster und die Erlaubnis, auf ihrem Staatsgebiet bundesdeutschen Müll zu deponieren. Westgeldpflichtig war jede Genehmigung, die DDR zu betreten, dort Auto zu fahren oder auch nur einen Hund mitzuführen.

Es half nichts: Am Ende hätte die DDR, wie Schürer dem Politbüro eröffnete, jährlich Kredite in Höhe von „8 bis 10 Milliarden Valutamark” gebraucht. „Das ist”, so Schürer in einem Geheimpapier, „für ein Land wie die DDR eine außerordentlich hohe Summe, die bei zirka 400 Banken jeweils mobilisiert werden muss … Im Interesse der Notwendigkeit der Erhaltung der Kreditwürdigkeit ist eine absolute Geheimhaltung dieser Fakten erforderlich.”

Spätestens 1988, sagt Schürer, habe er erkannt, „dass wir mit den Schulden nicht mehr zurechtkommen”: Bonn werde sich zu weiteren Finanzspritzen auf Dauer nur bereit finden, wenn die Ost-Berliner Regierenden „einen Teil unserer Souveränität, ich will es mal brutal sagen, verkaufen”.

Wirtschaftlich wäre die DDR am Ende allenfalls durch einen radikalen Sparkurs zu retten gewesen. „Wenn wir aus dieser Situation herauskommen wollen, müssen wir mindestens 15 Jahre hart arbeiten und weniger verbrauchen, als wir produzieren”, eröffnete ZK-Planungsexperte Günter Ehrensperger am 9. November 1989 den verblüfften Spitzengenossen.

Politisch war die Ehrensperger-Empfehlung zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr durchsetzbar: Am Abend desselben Tages öffnete sich die Mauer.

Woran ist die DDR gescheitert? Am Altersstarrsinn Honeckers und an der Feigheit seiner Paladine, die ihm nicht zu widersprechen wagten?

Auf die Frage nach den Hauptfehlern der DDR-Wirtschaftspolitik gab Wirtschaftsexperte Mittag schon 1991 eine bündige Antwort: „Das sozialistische System insgesamt war falsch.”

 

SO LEBTE HONECKER & CO !

Ehemaliger Honecker-Jagdsitz in Drewitz:

Hobbyjäger Honecker: In seiner Freizeit fuhr der DDR-Staatschef regelmäßig zu seiner Jagdhütte in der Schorfheide, um Hirsche zu schießen.

UND SO LEBTE SEIN VOLK !

Eine kaputte Umwelt und marode Infrastruktur! In der Oder konnten ORWO-FILME entwickelt werden und in den Häusern haben tatsächlich Menschen gewohnt. 

DDR Wohnhaus

DDR Konsum

DDR Wohnhaus

DDR Wohnhaus

original DDR-Küchen

Ost-Berliner Wohnzimmer

.DDR: GRAU in GRAU!. Kein Orgasmus fürs Auge wo die Seele auftanken konnte

«Der Sozialismus ist gescheitert, weil die Menschen mehr haben wollten als zur Verfügung stand»

Eintausendfünfhundertmilliarden EURO kostete bisher die Wiedervereinigung (2009)

 

Weiter mit: "Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der DDR und der BRD".

Weiter mit: "Es hat keine Revolution in der DDR gegeben! Die Ostdeutschen sind zum Westen übergelaufen!"

AUDIO: DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière kommentierte die Unterzeichung des Staatsvertrages mit den Worten (mp3)

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Die DDR-Kombinate hatten teilweise noch einen Maschinenpark aus den Jahren 1920 bis 1939. Entsprechen hoch waren die Ausfälle und 

über 60% der Belegschaft waren mit Reparaturarbeiten beschäftig. Ersatzteile mussten häufig aus dem Westen mit teuren Divisen beschafft werden. 

DDR Maxhütte

DDR Maxhütte

 

Bis 1990 förderte die DDR in Sachsen und Thüringen Uran für die Atombomben der Sowjetunion. 

Mehr als 20.000 Bergleute sind an den Folgen des Uran-Abbaus erkrankt.

Arbeitslose für den Einsatz im Uranbergbau

Im Arbeitsamt Neuenhagen bei Berlin werden Arbeitslose für den Einsatz im Uranbergbau geworben. Im Mai 1947 war die AG Wismut als Unternehmen für den Uranabbau für die Sowjetunion im Erzgebirge gegründet worden.

Das Gebiet des ehemaligen Uranabbaus erstreckt sich über zwei Bundesländer: Thüringen und Sachsen.

Aufgabe des MfS war es, den Uranabbau streng geheim zu halten. Wer gegen die Geheimhaltungspflicht verstieß, wurde verfolgt, Kritiker mundtot gemacht.

Ziel der Stasi war es auch zu verhindern, dass auftretende Umweltprobleme des Uranbergbaus an die Öffentlichkeit drangen. Nicht die für die Umweltverschmutzung verantwortlichen Funktionäre gerieten in das Visier der Staatssicherheit, sondern Bürger, die sich dagegen zur Wehr setzten.

Ziel der Stasi war es auch zu verhindern, dass auftretende Umweltprobleme des Uranbergbaus an die Öffentlichkeit drangen. Nicht die für die Umweltverschmutzung verantwortlichen Funktionäre gerieten in das Visier der Staatssicherheit, sondern Bürger, die sich dagegen zur Wehr setzten.

Im Ronneburger Erzfeld, das einst eine Ausdehnung von 73,4 Quadratkilometern hatte, sind zwischen 1952 und 1990 insgesamt 113.900 Tonnen Uran gewonnen worden. Die DDR war zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt geworden. Das Uranerz wurde für die geheime Atomwaffenproduktion der UdSSR gewonnen. Riesige Abraumhalden und radioaktive Schlammteiche gehörten zum Erbe, das die bundeseigene Sanierungsgesellschaft Wismut GmbH 1991 übernahm. Zehn Jahre nach Gründung der Gesellschaft am 20. Dezember waren mehr als Hälfte der Altlasten beseitigt.

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DDR-Grubenunglück im sächsischen Steinkohlerevier

Unter Tage: Die Aufnahme vom 30. November 1955 zeigt Bergarbeiter im sächsischen Steinkohlerevier. Am 22. Februar 1960 kam es in der Abteilung 3 des Volkseigenen Betriebes (VEB) Steinkohlenwerk "Karl Marx" in Zwickau zu einer folgenschweren Havarie. Bei einer der größten Bergwerkskatastrophen der Nachkriegszeit starben 123 Kumpel.

Auch Bergleute und Grubenwehren aus dem Ruhrpott bieten ihre Hilfe an. Doch der Kalte Krieg läuft ein gutes Jahr vor dem Mauerbau längst auf Hochtouren. Von Anfang an wird die Rettung so durch einen politischen Schlagabtausch zwischen Ost und West überschattet. Während die Bundesregierung Staatstrauer anordnet und die Fahnen auf Halbmast setzt, lehnt die DDR jede Unterstützung ab und weist alle Anteilnahme als "Heuchelei" zurück.

Knapp eine Woche lang kämpfen die Helfer um die Rettung der Kumpel. Weil das Feuer zwischenzeitlich wieder aufflammt, versprühen die Tschechen Latex im Schacht, um mit Hilfe dieser synthetischen Kautschuklösung einen luftdichten Film zu erzeugen, der die Flammen erstickt. Es gelingt, noch einige Bergleute zu retten. Doch als sich nach sechs Tagen ein neuer gewaltiger Brandherd bildet, entscheidet die Einsatzleitung: Der Abschnitt wird zugemauert.

Als dreckigste Region Europas galt Bitterfeld-Wolfen

Das Foto von 1970 zeigt, wie Wolken aus den Kühltürmen in den dunstigen Himmel über dem Chemiekombinat Bitterfeld steigen.

Bitterfeld-Wolfen. Als dreckigste Region Europas galt Bitterfeld-Wolfen zur Wende. Schwarze Fassaden, rauchende Schlote, heruntergewirtschaftete Chemieanlagen und ein riesiger Braunkohletagebau prägten das Bild. 

Mit dem Fall der Mauer kam das von den DDR-Oberen unter dem Deckel gehaltene Ausmaß der Umweltkatastrophe in dem geschundenen Landstrich im heutigen Sachsen-Anhalt ans Licht. So soll die US-Schauspielerin und Umweltaktivistin Jane Fonda, die 1990 in Leipzig weilte, bei ihrem Besuch inkognito in Wolfen geweint haben, als sie am Ufer der Grube Johannes stand. «Silbersee» nannte der Volksmund das penetrant stinkende Wasser mit den silbern glänzenden Abfällen der einstigen Filmfabrik.

"Bitteres aus Bitterfeld"

Umweltsünden in der DDR konnte man riechen, schmecken, sehen. Und doch versuchten Regierung und Stasi gemeinsam, das tatsächliche Ausmaß der Zerstörung zu verbergen. 1988 gelang einer Gruppe von Umweltaktivisten das scheinbar Unmögliche: Sie drehten ein Video über die katastrophale Umweltsituation der Region Bitterfeld und veröffentlichten es sogar im Westfernsehen.

Ökologisches Katastrophengebiet Bitterfeld-Wolfen

Die Industrieregion um Bitterfeld-Wolfen war von der chemischen Industrie mit den beiden zentralen Teilen VEB Filmfabrik ORWO und VEB Chemisches Kombinat Bitterfeld (CKB) geprägt. Da die Industrieanlagen immer mehr "auf Verschleiß" gefahren und Umweltschutzgesichtspunkte nachrangig behandelt wurden, wuchs die Belastung von Luft, Boden und Grundwasser stetig an.

"Es gab hier eine Straße, die fing an in Bitterfeld, Richtung Wolfen. Wir nannten sie die Straße der 1000 Düfte. Da ging man entlang der Werkshalle Nord, an der Filmfabrik, dann an der Bahnfabrik vorbei. Da roch es alle 100 Meter anders. Mal nach Phenol, mal nach Azeton, mal nach Farbstoffen, mal nach diesem oder jenem, es war Wahnsinn, was hier an Düften zusammenkam."

Und es war gesundheitsgefährdend. Im November 1990, unmittelbar nach der Deutschen Einheit, stellte das Bundesumweltministerium fest: "Im Raum Bitterfeld – charakterisiert durch eine extreme Belastung der Luft, des Wassers und des Bodens – bestehen bei Kindern eine überdurchschnittliche Behandlungsbedürftigkeit bei chronischer Bronchitis und asthmatischen Erkrankungen und deutlich schlechtere Lungenfunktionswerte als bei Kindern in Vergleichsgebieten. Auffällig ist auch eine hohe Säuglingssterblichkeit wegen Missbildungen die 1989 5,5/1000 gegenüber dem langjährigen Mittel von 2,3/1000 betrug."

Was verschwiegen wurde: Rund um Bitterfeld wurde die Umwelt letztlich mit Genehmigung der Regierung vergiftet, da Umweltauflagen außer Kraft gesetzt worden waren, um die Produktion nicht einschränken zu müssen. Dies war in der DDR gängiges Mittel. Die Produktion hatte stets Vorrang.

Umweltzerstörung in der DDR

Das Dorf Mölbis zählt 500 Einwohner, liegt im Braunkohle-Revier südlich von Leipzig und ist nicht mehr zu retten.

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In den Gärten, berichtet Diakon Siegfried Rüffert, wächst keine Petersilie mehr, anderes Grünzeug kümmert mit zusammengerollten Blättern dahin, Birke und Pappel sind ausgestorben. Mölbis lebt in einer Staubwolke: Wer ein Blatt Papier vom Schreibtisch räumt, sieht einen schwarzen Rand. Der Volksmund sagt: "Es hat gedreckt."

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Das ist noch nicht das Schlimmste. Rüffert: "Bei Südwestwind kommt das Gas." Dann wagen es die Mölbiser überhaupt nicht mehr, die Fenster zu öffnen. Besucher, die den Gestank nicht gewohnt sind, werden von Kopfschmerzen geplagt oder müssen sich übergeben. Und sechs Monate alte Babys leiden schon an Bronchialasthma.

Die Schwefeldioxid-Konzentration in der DDR-Luft, so die Anklage, habe die gesetzlich zulässigen Werte weit überschritten, Schulkinder im Raum Halle seien doppelt so häufig von Bronchialerkrankungen betroffen wie ihre Altersgenossen anderswo, mancherorts sei das von Dünger-Nitrat verseuchte Grundwasser nicht mehr zur Trinkwasseraufbereitung geeignet.

Wir dürfen", schildert die Protestantin Dorothea Kutter aus dem Erzgebirgsdorf Satzung, "die Früchte, die wir ernten, nicht mehr essen." Die nordböhmischen Kohlekraftwerke hätten die Luft in dem Ort an der tschechischen Grenze derart verpestet, daß viele Einwohner an Atemnot oder Ekzemen, Kreislaufbeschwerden oder Depressionen litten.

Das saubere Erzgebirge, beliebtes Ausflugsziel der Dresdner und Karl-Marx-Städter, sei perdu, ein Spaziergang durch den Wald "bedeutet nicht mehr Erholung, sondern Angst und Erschrecken". Dorothea Kutter: "Die Wälder rauschen nicht mehr, sie haben nämlich keine Nadeln mehr."

In fünf Ballungsgebieten, so ergaben DDR-Expertisen, ist die Zerstörung der Umwelt weit fortgeschritten: in den Bezirken Halle, Leipzig, Dresden, Karl-Marx-Stadt und Berlin, wo mehr als die Hälfte der industriellen Güter erzeugt wird. Verschmutzer Nummer eins ist Schwefeldioxid, das bei der Verarbeitung des wichtigsten heimischen Energieträgers, der Braunkohle, entsteht. Die Belastung der Luft, errechneten Forscher der West-Berliner Freien Universität, ist in den Revieren von Halle, Leipzig und Zwickau "mehr als doppelt so hoch" wie in Chicago, Tokio oder Düsseldorf.  

Abhilfe ist nicht in Sicht. Zwar hat die DDR-Regierung 1970 mit dem Landeskulturgesetz strenge Vorschriften zum Schutz der Umwelt erlassen. Zwar sind nach Artikel 15 der DDR-Verfassung Staat und Gesellschaft zum Schutz der Natur verpflichtet. Doch die Umweltsünder in den volkseigenen Betrieben zahlen lieber Geldbußen, als die Rentabilität der Unternehmen durch Investitionen für Filter und Klärwerke zu mindern. Und dem Staat fehlt das Geld für teure Öko-Technologie.

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"Leuna-Benzin" aus Braunkohle

Ab 1951 hätten auch die Deutschen wieder hydrieren dürfen. Doch nur in der DDR nutzte man diese Chance in beträchtlichem Umfang. Im Westen ging die mentale "Entnazifierung" so weit, daß man das Hydrierverfahren allein schon deshalb ignorierte, weil es mit Hitlers Autarkie-Bestrebungen verbunden war.

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"Chemie bringt Brot, Wohlstand und Schönheit" - so das Motto, das Ende der 60er Jahre für die Petrochemie der DDR ausgegeben wird. "Drushba", also Freundschaft, heißt die Pipeline, die über 3.000 Kilometer das Öl aus der Sowjetunion direkt bis nach Leuna bringt.

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 Allein vier Wochen dauert das Fluten der Leitung. Doch von moderner Technik keine Spur. Plaste und Elaste aus Leuna und Schkopau werden mit Anlagen aus der Vorkriegszeit produziert, voll auf Verschleiß gefahren. Und irgendwann geht es einfach nicht mehr. Mit der Wende geht der Niedergang der mitteldeutschen Chemieindustrie einher. Die Menschen, die die Maschinen und Anlagen abbrechen, an denen sie ein halbes Leben lang gearbeitet haben, sind betroffen und gleichzeitig froh, noch arbeiten zu dürfen.

Brände und Explosionen brachten Gift und Tod

Am 15. 1. 1961 kurz vor 10 Uhr ereignete sich in den Deutschen Solvey-Werken in Westeregeln, Kreis Staßfurt, eine Brandhavarte, bei der u. a. 500 Tonnen Naphtalin verbrannten sowie nicht mehr genau ermittelbare Mengen des DDR-PCBProduktes "Orophen" (PCB siehe Lexikon). Da es sich in Westeregeln um eine PCB-Herstellungsanlage handelte, kann davon ausgegangen werden, daß die enstandenen Dioxinmengen vergleichbar groß waren. Der Vorgang wurde als "Geheime Verschlußsache" eingestuft, außer den unmittelbar Betroffenen erfuhr niemand etwas davon.

Jahrzehntelang und in großen Mengen wurde in der DDR auch Lindan hergestellt und verarbeitet, nicht nur in Bitterfeld, sondern auch in Magdeburg, Chemnitz und Berlin (dort bis 1987). Die dabei angefallenen Abprodukte (dezent als "A-Charge" deklariert) wurden gleichfalls verkippt. Auch all jene Vorgänge, die mit dem Verbringen solcher Industrieabfälle in Zusammenhang standen -- von den Mengen über die Zusammensetzung bis zum Deponleort -- wurden streng geheim gehalten. Zu drei dieser Deponien war Wissenschaftlern aufgrund eigener Untersuchungen dennoch Näheres bekannt:

· In den Tagebaurestlöchern "Antonie" und "Freiheit" zwischen Sandersdorf und Kreppin (bei Bitterfeld) wurden etwa 70 000 Tonnen Abprodukte der Lindan-Fertigung des Chemiekombinates Bitterfeld (CKB) verkippt. Sie standen dort mit dem Grundwasser in Kontakt.

· In der Grube "Regina", Gemeinde Schiffmühlen, Kreis Bad Freienwalde, gelangten etwa 40 000 Tonnen des gleichen Materials von Berlin-Chemie.

In Schönebeck an der Elbe brannte eine Lagerhalle des Betriebsteils Hermania des VEB Fahlberg-List, in der 812 Tonnen Pestizide lagerten. Wieder gelangte das Löschwasser in einen Fluß, diesmal die Elbe. Auch dies wurde zur geheimen Verschlußsache erklärt.

Allein zwischen 1979 und 1983 explodierten im Elektroenergienetz der DDR 37 solcher 110 000-Volt-Trafos. Das Gefährliche an diesen Vorfällen war jedoch, daß dabei jeweils große Mengen Transformatorenöls verbrannten. Und speziell solchen Ölen waren PCB zugesetzt, um die Isolierfähigkeit und andere Eigenschaften zu verbessern. Man kann davon ausgehen, daß auch bei diesen Bränden größere Mengen Dioxin in die Umwelt gelangten, an Stellen, wo sie heute gewiß niemand vermutet.

BAm 6. 11. 1954 explodierte in der Farbenfabrik Wolfen der Autoklav 7 des Nitrobetriebes. Drei Arbeiter erlitten tödliche, zwei schwere und 15 leichte Verletzungen.

· Am 8. 8. 1959 brach gegen 9.25 Uhr im VEB Leuna-Werke "Walter Ulbricht", Betriebsdirektion Erdöl-Olefine, Bau 941, neue Erdöldestillation, ein Brand aus, in dessen Verlauf neben anderen Einrichtungeti des apparatetechnischen Teils auch Produktpumpen und elektrische Ausrüstungen sowie Meß-, Steuer- und Regeltechnik erheblich beschädigt bzw. zerstört wurden.

·Am 24. 11. 1960 kam es gegen 13.45 Uhr im VEB Teerchemie Erkner in der Pyridin-Abteilung zu einer Explosion mit Brandentwicklung. Der Sachschaden betrug etwa 250 000 Mark.

· Am 4. Januar 1963 ereignete sich in den Chemischen Werken Buna/ Merseburg, Bau F 59 (PVA-Anlage), eine Explosion. Drei Personen wurden schwer verletzt. Der Sachschaden betrug rund 300 000 Mark. In der Anlage wurden Vlnylacetat und Vinylperoxid (beide Gefahrenklasse A 1) zu Polyvinylacetat polymerisiert.

· Am 12. Januar 1970 kam es im Chemiekombinat Buna, Bau H 55, zu einer Raumexpiosion, bei der eine Arbeiterin und ein Arbeiter tödlich und zwei Arbeiterinnen schwer verletzt wurden.

· Am 4. Februar 1976 explodierte im Sprengstoffwerk Schönebeck, Produktionsbereich Nitroaromatenanlage, ein Aggregat. Hierbei erlitten zwei Betriebsangehörige tödliche und zwei weitere schwere Verletzungen.  

Dies ist nur der Anfang. Die Gauck-Behörde hat inzwischen weiteres Material zusammengestellt, das der wissenschaftlichen Auswertung bedarf. Soviel läßt sich heute sagen: Die Zahl der Störfälle in der DDR mit umweltrelevanten Folgen muß sehr hoch gewesen sein.

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Made in GDR - Vorsprung durch Technik

1-Megabit-Chip der ganze Stolz der DDR-Industrie.

Im Dezember 1986 erhält der Staatsratsvorsitzende der DDR die Nachricht von einem sozialistischen Wunder: "Mit herzlichen Kampfesgrüßen an den Genossen Erich Honecker" meldet das Kollektiv des VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" in Mühlhausen, dass soeben der zehntausendste Kleincomputer des Jahres zusammengeschraubt wurde - zu Ehren des XI. SED-Parteitags sowie als "Beitrag zur Stärkung des Sozialismus und Sicherung des Friedens".

Doch die Digitalisierung der Deutschen Demokratischen Republik steht, wenn auch reichlich spät, bei der Staatsführung Mitte der achtziger Jahre ganz oben auf der Agenda. Der Anschluss an den Westen muss geschafft werden, auch wenn das eben heißt, fast jeden Schaltkreis selbst zu entwickeln und zu bauen. Größte Hürde auf dem Weg zur neuen Technologie: der Materialmangel in der Republik. Um Computer zu fertigen, braucht die DDR Chips - aber die Halbleiterwerke in Erfurt und Frankfurt (Oder) stellen fast nur Schrott her, am Ende ihrer Produktionslinien funktionierten nur fünf von hundert Schaltkreisen.

Lediglich 150 Arbeiter sind anfangs in Mühlhausen für die Produktion der Kleincomputer zuständig, und die schaffen mit viel Schweiß nur sechs Geräte pro Tag. Während in der Bundesrepublik der C64 in mehr als einer Million Kinderzimmern steht, gelingt es der DDR-Planwirtschaft bis zur Wende nicht, das ganze Volk mit Computern zu versorgen. Auch der KC 85/4 und der KC compact, die letzten Errungenschaften der DDR, finden nur selten ihren Weg zu Privatkunden.

14 Milliarden DDR-Mark wird das Land bis 1988 investieren, mehr als eine Viertelmillion Menschen arbeiten in 17 Kombinaten. In Erfurt entsteht das Kombinat Mikroelektronik Karl Marx für Speicher und Mikroprozessoren. Carl Zeiss Jena soll Anlagen für Entwicklung und Produktion liefern. Robotron in Dresden ist Hauptabnehmer der Chips, die seine Maschinen steuern sollen. Später baut Robotron die DDR-PCs KC 85-1 bis 3

Im September 1988 präsentiert dann Carl Zeiss Jena Erich Honecker einen 1-Megabit-Chip. Besonders in der Mikroelektronik setzte die DDR-Führung alles daran, nicht völlig den Anschluss zu verlieren. 1988 liegt die DDR-Industrie bereits um Jahre zurück. Den 1-Megabit-Speicherchip produziert Marktführer Toshiba schon seit zwei Jahren in Massen, der 4-Megabit-Chip ist in Arbeit. Und bei den Prozessoren, dem Herzen eines Computers, nimmt Intel die 64 Bit in Angriff.

35 eng beschriebene Schreibmaschinenseiten: So viel konnte der DDR-Mikrochip speichern, den Raab und seine Kollegen vom Kombinat VEB Carl Zeiss Jena in einem Sitzungssaal im Staatsratsgebäude am Marx-Engels-Platz 1, der heute wieder Schlossplatz heißt, Honecker an jenem 12. September 1988 in Ost-Berlin präsentierten. Ein Megabit gespeicherte Daten sollten beweisen, dass die DDR im Wettbewerb mit dem "Klassenfeind" im Westen mithalten kann. Doch der ganze Stolz der DDR-Industrie wird zum Auslaufmodell - wie das ganze Land. Das Werk in Mühlhausen wird geschlossen. Die Computerbauer der Republik verlieren ihren Job, ihr Wissen ist wertlos geworden.

FOTO: Letzte Anstrengungen: Was aussieht wie eine Hifi-Anlage aus drei Bausteinen, war eine der letzten Errungenschaften der DDR-Computerindustrie, der KC 85/4.

 

Digitaluhren im Tresorformat, Automaten wie aus der Steinzeit: Im Vergleich mit Westtechnik schnitten DDR-Produkte mies ab, auch wenn die Staatsführung stets das Gegenteil behauptete. Marko Schubert konnte als Kind über die Gadgets "Made in GDR" nur lachen - heute trauert er ihnen nach.

Wir sind die einzig wahren Kinder aus Zone Ost. Die Generation unserer Eltern kannte noch den Ku’damm, wohin sie heimlich mit der U-Bahn ins Kino gefahren waren. Sie hatten einen kurzen Blick in den Westen erhaschen können, einen kleinen Vergleich gehabt. Wir nicht. Sie haben uns in eine von ihnen erschaffene DDR hineingeboren, und wir mussten nun staunend zuhören, wenn sie aufgeregt ihre abenteuerlichen Geschichten vom Bahnhof Zoo zum Besten gaben. Wir marschierten an einer von ihnen erbauten Mauer vorbei und drückten uns nicht an riesigen Schaufensterscheiben die Nase platt.

Im Alter von sieben Jahren malte ich Bilder, welche die Überschriften "Waffenbrüderschaft" und "Ich will Kosmonaut werden" und nicht "Urlaub in Spanien" oder "Meine Katze Ricky" trugen. Vom ersten Schultag an wurden wir bombardiert mit Phrasen zur Überlegenheit des Kommunismus, mit Parolen, wie lieb wir unseren großen Bruder und Befreier haben müssten und wie glücklich wir uns schätzen konnten, in der sowjetisch besetzten Zone geboren worden zu sein.

Ständig wollte man uns auch weismachen, dass wir Weltmarktführer sind. In vielen industriellen Bereichen lagen wir angeblich sogar unter den ersten sieben Nationen der Erde. Bei uns war alles viel besser als im Westen. Unsere Eltern und Lehrer logen uns buchstäblich das Blaue vom eigentlich friedlichen Himmel herunter. Oder glaubten sie gar an diesen Mist?

DDR-Taschenrechner : Der SR1 (Schul-Rechner 1) war ein Taschenrechner, der in der DDR vom VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" Mühlhausen entwickelt und hergestellt wurde.

 

Die Ablösung des Rechenschiebers

Ein besonderes Kennzeichen der DDR war ihre Fortschrittlichkeit auf wissenschaftlich-technischem Gebiet. Schon ab 1986 durften wir den Rechenschieber gegen einen hochmodernen Taschenrechner eintauschen. Wer keine Westverwandtschaft hatte, die einen West-Rechner schickte, musste sich einen SR1 der Firma Robotron aus Sömmerda zulegen. Schlappe 123 Mark kostete der, immerhin ein Achtel des monatlichen Durchschnittseinkommens in der DDR (und das war der subventionierte Preis mit Bezugschein!).

Die einzelnen Ziffernfelder waren fast so groß wie die Tasten einer Schreibmaschine, wodurch der Rechner eine stattliche Länge, Breite und Dicke bekam. Man konnte ihn als Lineal benutzen oder damit jemanden totschlagen. Bei vielen Mitschülern, solchen mit Kontakten nach Drüben, passte der ultraleichte, streichholzschachtelgroße Taschenrechner von Casio in die Federtasche.

Ähnlich war es mit Uhren. Die brauchten wir zwar nicht zwingend im Unterricht, aber so eine schicke Quarzuhr machte schon was her. Wieder hatten wir im Land der Erneuerer und Meister von morgen ein Spitzenprodukt. Eine klobige Quarzuhr von Ruhla gab es für rund 185 Mark. Die aber sah aus, als wäre sie aus einem Stück gefräst worden. Made in GDR. Wahrscheinlich lagen solche Dinger bereits damals im Technikmuseum von West-Berlin. Denn im Westen trug man ganz kleine, leichte Quarzuhren aus schwarzem Kunststoff mit Stoppuhr, Licht und weiteren sechs Zusatzfunktionen - munkelte man.

Waffenbrüderschaft : Vom ersten Schultag an wurden Kinder in der DDR mit Phrasen zur Überlegenheit des Kommunismus bombardiert, mit Parolen, wie glücklich sie sich schätzen konnten, in der sowjetisch besetzten Zone geboren worden zu sein. Als der Autor dieses Bild malte, war er noch nicht einmal in der Schule. Ob das Motiv wohl seine Idee war? - weiter mit "DDR-Schulen"...>>>

 

Auch das ist "Made in GDR!

Kindersoldaten - Zum töten erzogen!

Geheimer Archiv-Film der Stasi Erich Mielkes perverse Stasi-Kinder-Armee spielt Krieg

Im Sommerlager mit Mini-Panzern und Maschinenpistolen

Die Panzer fahren auf ihren Gegner zu, feuern aus allen Rohren. Einer wird getroffen, dunkle Rauchschwaden steigen aus den Ketten auf. Blitzschnell springt die zweiköpfige Besatzung heraus, sucht Deckung im Schlamm und eröffnet das Feuer mit Maschinengewehr und Pistole...

Doch: Es sind keine normalen Soldaten, die hier Krieg führen, es sind Kinder! 1977! Sie kämpfen im Namen der DDR und von Erich Mielkes Stasi!

Die Bilder sind Aufnahmen aus einem Propaganda-Film „Immer lebe die Sonne“ des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Sie sind Teil des geheimen Stasi-Filmarchivs und des Filmstudios Agitation, das im Auftrag der Staatssicherheit rund 2500 Propaganda- und Schulungsfilme für Mielkes 91 000 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter gedreht hat.

Das Video zeigt die perverse Kriegs-Schule der Stasi, die junge Pioniere mit Mini-Panzern und scharfer Munition zu Kindersoldaten ausbildet. Der Film stammt aus dem Jahr 1977 und wurde im Ferienlager für die Kinder der Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes in Lubmin am Greifswalder Bodden gedreht.

Die Aufnahmen, 21 Minuten insgesamt, zeigen unter anderem die vormilitärische Ausbildung der Stasi-Kinder, für die der bewaffnete Kampf die Hauptattraktion ihrer Ferien sein sollte. Perverser Höhepunkt ist die Auffahrt der Kinderpanzer und das große Geländemanöver samt des Schießens mit scharfer Munition...

Mit einem lauten Knall schlägt das Geschoss der Stasi-Panzer-Pimpfe in der riesigen roten Backsteinmauer am Ende des Schlachtfelds ein. Ein kurzer Lichtblitz, Gesteinsbrocken fliegen durch die Luft. Am Rande des Geschehens schauen Hundert Kinder zu. Sie alle machen 1977 Ferien mit der Stasi. Im Geländemanöver sollen sie ihr „soldatisches Geschick“ unter Beweis stellen, wie es in dem Propaganda-Film heißt.

Für Hubertus Knabe (50), Gedenkstättenleiter des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen in Berlin, sind die Aufnahmen ein Beleg für die „Perversion der Stasi, die nicht davor zurückschreckte, Kinder mit echten Waffen spielen zu lassen“.

Die Stasi wollte mit dieser Form der Gewaltverherrlichung ihren Nachwuchs schon früh prägen, sagte Knabe zu BILD.de: „Die Bereitschaft zur Gewalt wurde sozusagen mit der Muttermilch vermittelt.“ Für Knabe ein „abartiger Vorgang“.

Nach Aussagen des Stasi-Forschers rekrutierte die Staatssicherheit viele ihrer späteren Mitarbeiter aus Stasi-Familien: „Dort erhielten sie bereits die entscheidende Prägung für den Selbsterhalt der SED-Diktatur.“

Der Film „Immer lebe die Sonne“ wird am 28. November im Zeughaus-Kino in Berlin (Unter den Linden, 21 Uhr) im Rahmen der von der Birthler-Behörde für Stasi-Unterlagen (BStU) initiierten Film-Reihe „Kino der Geheimdienste“ (mit Filmen und Videos der Geheimdienste der CSSR, DDR und Ungarns) gezeigt.

Es sind Filme, mit denen Geheimdienstmitarbeiter auf Linie gebracht oder geschult werden sollten. Historische Dokumente über das perfide System der Gehirnwäsche stalinistischer Diktaturen und ihre Propagandaschlachten im eigenen Land...  Weiter....>>>

Quelle: Bild.de

 

Aus dem sozialistischen Arbeitsalltag

Mit 13 kamen mein Kumpel Stefan und ich auf die Idee, zum Spaß Leute zu interviewen. Der schwarze Anett-Recorder und das Mikrofon machten erstaunlich gute Aufnahmen, auch wenn wir unzählige dicke Batterien brauchten und dann nur zwei Stunden Aufnahmezeit hatten. Nach der Schule zogen wir los und befragten wildfremde Menschen auf der Straße. Wir logen ihnen natürlich vor, dass dies im Auftrag der Schule geschehe. Leider konnten wir uns das Lachen oft nicht verkneifen, sodass die Geschichte meist aufflog. Aber niemand nahm uns das wirklich krumm. Die fertigen Interviews spielten wir unseren Freunden vor.

Doch bald stellten wir fest, dass uns keine richtigen Fragen einfielen. "Wo haben Sie das Wochenende verbracht?", "Wie war ihr letzter Urlaub?" und "Welche Musik hören Sie gern?" Das interessierte uns eigentlich nicht wirklich. Stefan hatte deshalb die Idee, in Betriebe und Läden zu gehen, mit der Bitte, dass uns die Menschen von ihrem sozialistischen Arbeitsalltag berichteten. Dies führte uns bald in diverse Kaufhallen, Geschäfte, ins Sportforum, ins Sport- und Erholungszentrum (SEZ) und ins Hotel Berolina. Wir waren die rasenden Reporter von Friedrichshain, die bald merkten, dass sie in bestimmten Geschäften auch etwas abgreifen konnten. Beim Fleischer eine Knacker oder eine warme Bulette, im SEZ eine kostenlose Stunde auf der Eisbahn oder im Wellenbad, und beim Bäcker gab’s eine belegte Schrippe mit Hackepeter oder Tatar.

Der Bäckermeister an der Leninallee führte uns in seinem Laden herum, zeigte uns die Öfen und erzählte einiges aus seinem trüben und vor allem sehr früh beginnenden Arbeitsleben. Als er: "Jungs, jetzt muss ick aber mal nach die Schrippen kieken", sagte und im Nebenraum verschwand, waren wir plötzlich allein in der Backstube und sahen diese wunderschöne Quarzuhr auf dem Regal liegen. Ich nickte und schon schnappte Stefan das Ding und wir rannten gemeinsam aus der Tür, die Straße hinunter, bis wir in den Volkspark Friedrichshain eintauchen konnten.

So etwas hatten wir noch nie gesehen

In Stefans Wohnung am Leninplatz schauten wir uns die schwarze Uhr, die aus hartem Gummi zu bestehen schien, mindestens eine Stunde lang ganz genau an und probierten alle Funktionen mehrere Male aus. Es musste ein wahnsinnig wertvolles westdeutsches Stück sein, denn sie hatte nicht nur Licht, Stoppuhr, Datum und Wecker, sondern auch einen kleinen Taschenrechner mit Miniaturtasten auf dem Gehäuse. So etwas hatten wir noch nie gesehen.

Bald kam die Frage auf, wer von uns beiden die Uhr behalten dürfte. Doch es entstand komischerweise kein Streit. Beide wussten wir, dass wir dieses auffällige Teil niemals tragen konnten, nicht in der Schule, nicht vor den Kumpels und nicht mal zu Hause heimlich auf dem Klo. Wenn dieser dreiste Diebstahl herauskäme, könnten wir uns eine richtige "Pfeife anzünden", das gäbe ein Jahr Stubenarrest - Minimum.

Wir hatten also drei Möglichkeiten. Wir konnten die Uhr verkaufen, sie wieder zurückbringen oder sie einfach wegschmeißen. Wir waren junge, neugierige 13-jährige Jungs - stolze und vorbildliche Thälmannpioniere - da war es doch völlig klar, was wir machten. Diese Uhr hatte 1984 vielleicht einen Wert von umgerechnet 700 DDR-Mark!

DDR-Fahrscheinautomat: Im Prinzip war dieses Ding nur ein großes metallenes Etwas, das oben einen Schlitz hatte und an der vorderen Front eine Glasscheibe, durch die man beobachten konnte, wie das Kleingeld auf ein rundes Förderrad fiel. 

Sobald man den Hebel an der Seite herunterdrückte, rutschte das Geld in die nächste Lade und ein Stück Papier, wie von einer alten Kinokartenrolle, kam am vorderen Schlitz heraus - der Fahrschein. 

Wenn man nur an dem Hebel gezogen hätte, ohne Geld hineinzuwerfen, wäre zwar auch dieser Papierschnipsel herausgekommen, aber ein möglicher, blitzartig herbeigeeilter Kontrolleur hätte festgestellt, dass die obere Förderbox leer ist. 

Kompliziert? Nein, ostdeutsche Ingenieurskunst!

 

Technischer Informationsvorsprung

Stefan holte zwei Hämmer aus dem Werkzeugkasten seines Vaters, und wir droschen so lange auf die Uhr ein, bis sie in kleinen Einzelteilen vor uns lag. Mit Streichhölzern kokelten wir das Gummi ab. Als wir den Trümmerhaufen zusammenkehrten und in den Müllschlucker warfen, mussten wir lachen. Wir hatten jetzt wieder einmal einen technischen Informationsvorsprung gegenüber unseren Mitschülern, doch sie würden von uns nie erfahren, wie eine westdeutsche Quarzuhr von innen aussah!

Im Jahre 2009 konnte ich Stefan schon über das Internet ausfindig machen - trotzdem habe ich ihn - wie viele andere wichtige Protagonisten meines früheren Lebens - seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen. Wenn ich sie träfe, würden wir sicherlich recht schnell gemeinsam überlegen, ob es heute noch viele Plätze, Straßen und Dinge gibt, die uns augenblicklich in unsere ostdeutsche Vergangenheit erinnern. Orte, an denen wir kurz stehen bleiben und denken würden: "Mensch, das sieht ja noch aus wie früher!" oder "Was, das gibt es immer noch?“, "Ist ja wie im Osten!"

Wahrscheinlich werden es immer wenigere Flecken in Berlin und der ehemaligen Republik, die uns in Gedanken unvermittelt 20 Jahre zurückreisen lassen. Liegen denn noch Taschenrechner, Uhren oder Küchengeräte aus der DDR in unseren Wohnungen?

Wie es wirklich war

Bei mir ist das nicht der Fall. Ich habe diese Dinge innerhalb weniger Jahre - ohne dass es mir bewusst war - vollständig entsorgt. Nur noch im Museum kann ich komische Gegenstände aus unserem vormaligen Alltagsleben mit einem ungläubigen Schmunzeln betrachten.

DDR-Kassettenrekorder: Das hier abgebildete Kassettenabspielgerät "Minett" besaß der Autor zwar nicht, dafür zunächst den Radio-Kassettenrecorder "Anett". Zur Jugendweihe bekam er dann den SKR 700 für schlappe 1.540,- Mark geschenkt. Der Ghettoblaster war das Flaggschiff des VEB Kombinat Sterradio Berlin. Wow!

Es war eine große Geschichte, als ein Architekt im November 2008 eine seit 1988 unberührte Wohnung in Leipzig entdeckte. Komplett eingerichtet - ohne ein einziges Westprodukt. Da war es dann plötzlich wieder spannend, wie diese Ostdeutschen gehaust hatten.

Aber solche Stellen meine ich nicht. Und eigentlich müssen wir uns auch gar keine Mühe mehr geben beim Aufspüren von bestimmten Orten, Produkten, Gerüche, ungewöhnlichen Stoffen, Redensarten oder Ereignisse, die uns an den Arbeiter- und Bauernstaat erinnern: Denn wir haben einen Informationsvorsprung gegenüber unseren Mitmenschen aus dem Westen. Die werden doch nie erfahren, wie das Leben in der DDR wirklich war!

Anmerkung: Wußte denn der DDR-Bürger mit den beschränkten Informationsquellen wirklich über sein Land bescheid? Hat er nicht nur erfahren was die SED-Partei freigegeben hat?

 

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Was waren denn die Informationsquellen der DDR-Bürger ?

Angehörigen der Staatsorgane, aber auch der NVA, der Polizei und Feuerwehr war es verboten, westliche Fernsehsender zu schauen. In den Kasernen der NVA wurde versucht, dieses Verbot aktiv durch technische Maßnahmen, die Versiegelung der TV-Geräte und disziplinarischen Konsequenzen durchzusetzen, was jedoch nur teilweise gelang.

Anfang der 1960er-Jahre wurde in der „Aktion Ochsenkopf“ die Bevölkerung aufgefordert, Vorrichtungen in den Fernsehgeräten, die Westempfang ermöglichten, zu entfernen und Antennen, die nach Westen gerichtet waren zu beseitigen. FDJ-Trupps entfernten mitunter eigenmächtig Antennen von Häuserdächern, vereinzelt kam es zu Prügeleien. Die Aktion war nach der westdeutschen Sendeanlage Ochsenkopf nahe der innerdeutschen Grenze benannt, die auch explizit nach Ostdeutschland sendete.

Die Kampagne war von einer großen staatlich gelenkten Presseberichterstattung und Denunziationsversuchen seitens der FDJ begleitet.  

DDR-Eigenbau, Antenne Ochsenkopf-Elbtal

Denunziert beim MfS

Westliche Fernsehsender hatten, wenn sie nicht mittels Störsendern gestört wurden, auf Grund der Erdkrümmung nur eine Reichweite von max. 100 Km. Darüber hinaus war nur noch das DDR-Fernsehprogramm zu empfangen. Die Nachrichten der Aktuellen Kamera hörte sich (scherzhaft) in etwa so an: Die LPG rote Rübe hat ihren Plan um 120% übererfüllt, hierfür erhält unser Genosse........der Banner für Arbeit...usw.

Die kapitalistischen Kriegstreiber der BRD haben......usw. Ich will den ganzen Schwachsinn mit dem das Gehirnschmalz der DDR-Bürger gefüttert wurden hier nicht wiederholen. Besonders deutlich wurde der mit der Muttermilch eingetrichterte Hass gegen die Westler nach dem Mauerfall und wird mit den Wahlergebnissen bestätigt. 

 

Handvermittlung 1892, wurde zu DDR-Zeiten nur unwesentlich verändert.

Weil moderne Vermittlungstechnik fehlte, aber auch, um überall mithören zu können, hielten sie das teilweise noch aus den Jahren von 1892/1920 stammende, per Handvermittlung, marode DDR-Telefonnetz bis zuletzt auf dem Niveau eines Entwicklungslandes.

Im Notfall stand häufig erst im nächsten Ort ein Telefon zur Verfügung. Bis dann tatsächlich die Rettung eintraf dauerte es meistens mehrere Stunden. (Bundesrepublik ges. vorgeschrieben max. 7 Minuten)

Wer dann über die Nieren und Gallensteinalleen keinen Abort bekam hatte noch Glück.

Völker hört die Warnsignale - Einsatzfahrzeuge der DDR

Da es damals noch keine Funkgeräte bei der Feuerwehr gab, wurden Kabel verlegt, um die Kommunikation zu gewährleisten. Bis zu 1500 Meter konnten mit dem Feldtelefon überbrückt werden.

Bei der Wende gab es in der DDR nicht mehr als 1,6 Millionen Anschlüsse (Bundesrepublik fast 30 Millionen).

Schwer behindert wurden durch die Leitungsknappheit diejenigen, die auf dem Gebiet der DDR eine funktionierende Wirtschaft aufbauen wollten. Das Soforthilfeprogramm der Bundespost für 1990 (Volumen: 110 Millionen Mark) hatte kaum spürbare Entlastung gebracht.

Insgesamt 55 Milliarden Mark hat dann die Bundespost bis 1997 ausgeben, um dem Telekom-Entwicklungsland eine moderne Infrastruktur zu verpassen.

So bastelten Ossi-Bautrupps mit Wessi-Hilfe an einem sogenannten digitalen Overlay-Netz: Mit Richtfunk und Glasfaser zunächst die neun wichtigsten Städte auf DDR-Gebiet miteinander die dann über zwei Funkbrücken mit dem West-Netz verbunden wurden. Kosten der "Telefonautobahn": 240 Millionen Mark.

Ich glaube also, dass nur wenige DDR-Bürger in der Lage sind, wirklich objektiv über ihr eigenes Land zu berichten, sondern nur über ihr eigenes ummittelbares Umfeld. Alle anderen Informationen sind zwangsläufig mit DDR-Propaganda durchtränkt und für Historiker wertlos

Weiter mit: "Es hat keine Revolution in der DDR gegeben! Die Ostdeutschen sind zum Westen übergelaufen!"

 

Die Montagsdemonstrationen, die im September 1989 begannen, leiten dann auch die politische Wende in der DDR ein. 

In Leipzig demonstrieren mehr als 70 000 Menschen friedlich und skandieren dabei "Wir sind das Volk". 

Später "Wir sind ein Volk" und "kommt die DM nicht zu uns gehen wir zu ihr".

Bereits am 25. September gehen 6000 Menschen auf die Straße, argwöhnisch begleitet von 1500 Beamten. 

Am 7. Oktober machen Sicherheitskräfte dann regelrecht Jagd auf die Dissidenten, verhalten sich aber zwei Tage später, am 9. Oktober, auffallend ruhig, als mehr als 70.000 Menschen durch die Leipziger Innenstadt ziehen. Es ist die bis dahin größte Montagsdemo. 

Eine Woche später sind es schon mehr als 120.000 Menschen. Der Ruf "Wir sind das Volk" und "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh'n wir zu ihr!" leitet das Ende der DDR ein.  

 

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Das noch Ende November 1989 von Bundeskanzler Kohl vorgelegte 10 Punkte Programm und damit projizierte schrittweise Annäherung der beiden Staaten über einen Zeitraum von ca. 5 Jahren war aufgegeben worden, als sich kurz darauf zeigte, daß die Menschen schnell "zur DM" wollten.

 "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh'n wir zu ihr!", stand im Frühjahr 1990 auf den Transparenten der Demonstranten in der DDR.

 Angesichts der anhaltenden Ströme von Übersiedlern sahen sich die Verhandlungsführer zu raschem Handeln gezwungen.

Der politische Umbruch im Herbst 1989 und die ersten freien Volkskammerwahlen der DDR am 18. März 1990 trugen zu einer grundlegenden Veränderung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation der DDR bei.

 

Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion

Die 8. Tagung der Volkskammer am 21. Mai 1990 war eine Sondertagung über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der DDR und der BRD. Am 18. Mai war der Staatsvertrag von Bundesfinanzminister Theodor Waigel und dem DDR-Finanzminister Walter Romberg in Bonn unterzeichnet worden. 

In der Volkskammertagung übernahmen DDR-Finanzminister Walter Romberg und der Parlamentarische Staatssekretär Günther Krause die Begründung des als Gesetzentwurf eingebrachten Staatsvertrags. Nach einer langen Debatte wurde der Gesetzentwurf zunächst in die Ausschüsse verwiesen. Genau einen Monat später, am 21. Juni, verabschiedeten der Deutsche Bundestag in Bonn und die DDR-Volkskammer gleichzeitig mit Zwei-Drittel-Mehrheit den Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zum 1. Juli 1990. Beide Parlamente stimmten auch über eine Erklärung zur polnischen Westgrenze ab, derzufolge das vereinte Deutschland mit Polen einen völkerrechtlichen Vertrag zur endgültigen Bestätigung der Oder-Neiße-Grenzen schließen sollte.

AUDIO: DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière kommentierte die Unterzeichung des Staatsvertrages mit den Worten (mp3)

Nach dem die Ost-Mark als Zahlungsmittel wertlos wurde, musste sie eingestapft werden. 

Jede ausgegebene West-Mark wurde von den alten Bundesbürgern erwirtschaftet und war somit für den Osten geschenktes Geld. Hierzu gehörte z.B. auch die Übername von DDR-Altschulden und Rentenzahlungen an ehemalige DDR-Bürger.

Eindeutig ist: Für die D-Mark als Geschenk an die Ostdeutschen gab es keine Alternative.

West-Deutschland und West-Berlin hatten zu dem Zeitpunkt den Rang der drittgrößten Wirtschaftsnation und die West-Deutsche Bundesbank verfügte  über eine Goldreserve von etwa       3 400 Tonnen, die derzeit etwa 100 Milliarden DM Wert waren, so dass Kohl für die entstehenden Kosten der Wiedervereinigung keine Probleme sah.

Entgegen der Warnung des Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl und div. Wirtschaftsberater einer allzu hohen Bewertung der ostdeutschen Währung könnte die Stabilität der DM gefährden, setzte sich Bundeskanzler Kohl durch und erreichte das die Sparkonten der DDR-Bürger 1:1 bzw. 1:2 umgetauscht wurden. 

Auf den Sparkonten der DDR-Bürger befanden sich rund 180 Milliarden DDR-Mark, die in DM umgestellt werden mussten. Von diesen 180 Milliarden DM wurden 60 Milliarden 1:1 getauscht, die verbleibenden 120 Milliarden wurden im Verhältnis 1:2 umgerechnet. Je nach Alter konnte man 2.000, 4.000 oder 6.000 DDR-Mark im Verhältnis 1:1 tauschen. Alles, was darüber hinaus ging, musste im Verhältnis 2:1 umgestellt werden.

Durch den Solidarpakt sind bis 1990 sind 1.300 Milliarden D-Mark netto von West nach Ost geflossen und es kommen jedes Jahr 200 Milliarden hinzu. Korrekterweise müssen hier aber noch der Transfer von immaterielle Werte, wie z.B. Firmen hinzugerechnet werden, die mit unloyalen Steuervorteilen von West nach Ost gelockt wurden und damit in der Leistungsbilanz West ein erhebliches Loch gerissen haben. 

DDR-Volkskammer: Audio, interessante Mitschnitte (mp3, 5,49MB)

VIDEO "Währungsunion" (.wmv 5,6K)

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Zwei Jahrzehnte nach der Wende haben die meisten Ostdeutschen die DDR in guter Erinnerung

Greifswald 1989

64 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern haben "eher positive" und nur 17 Prozent "eher negative" Erinnerungen an die DDR, wie aus einer von der Zeitschrift "Super Illu" veröffentlichten Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig hervorgeht. 18 Prozent wollten gerne wieder "im Sozialismus" leben.

Siehe hierzu auch: Brandenburg - Herr Platzeck, warum regieren Sie mit dieser Stasi-Truppe?

Junge Menschen in Deutschland orientieren sich vor allem an ihren Eltern. 73 Prozent der Jugendlichen in den neuen Bundesländern gaben an, dass sie ihre Eltern bewundern.

Beispiele:
„Aus heutiger Sicht, wurden wir mit dem Mauerfall aus dem Paradies vertrieben.“

„Das positive DDR-Bild setzt sich bei der jüngeren Generation fast ungebrochen fort. Es wird über Generationen hinweg vermittelt. Das liegt daran, dass die jungen Menschen auf Seiten der Eltern und Großeltern stehen, sie haben Mitleid mit ihnen und möchten sie schützen vor der Kritik aus dem Westen.“

„Das ist, wenn Sie so wollen ein später Sieg der SED. Ein hohler Sieg, weil es ja nicht um die reale DDR geht, sondern um eine im Nachhinein konstruierte.“

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13.10.2009 - Rostock - Lebenserwartung gestiegen Nach dem Mauerfall: 

Ossis werden jetzt 6 Jahre älter

Die Lebenserwartung der Menschen in Ostdeutschland ist wegen der besseren medizinischen Versorgung seit der Einheit um etwa sechs Jahre gestiegen.

Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen in Ost- und Westdeutschland mit 82 Jahren angeglichen.

Die der Männer sei im Osten mit 76 Jahren immer noch 1,5 Jahre geringer als im Westen.

Die Gründe für die kürzere Lebenserwartung der Männer in Ostdeutschland liegen der Studie zufolge im höheren Alkohol- und Tabakkonsum sowie in der hohen Zahl von Verkehrsunfällen.

In der Untersuchung des Max-Planck-Instituts wurde die Bevölkerung in den Jahren zwischen 1990 bis 1994 mit der zwischen 2000 bis 2004 verglichen.

Die Lebenserwartung bei Frauen aus Ost- und Westdeutschland hat sich angeglichen (Symbolbild).

 

Gerade wir West-Berliner haben berechtigte Gründe mit der DDR-Geschichte anders umzugehen.

Wir West-Berliner lebten in unserem Getto in ständiger Angst.

Wir haben den Bombenhagel im zweiten Weltkrieg überlebet. Hunger und Angst war unser ständiger Begleiter. 

Wir haben Hunger Durst und Kälte verspürt und konnten während der Berlin-Blockade, Juni 1948 bis Mai 1949 nur durch unseren zähen Durchhaltewillen und die Unterstützung der Westmächte mit der Luftbrücke am Leben gehalten werden.

Mit dem Bau der Mauer wurden 2,5 Millionen West-Berliner in ein Getto eingeschlossen das sie nur über eine Interzonenautobahn oder per Flug nach Westdeutschland verlassen konnten. Um nicht von den Grenzorganen der DDR verhaftet zu werden, konnten Beamte oder Angestellte West-Berlin nur über dem Luftwege verlassen. Die Durchreise über die Interzonenautobahn dauerte teilweise bis zu 24 Stunden. Je nach politischer Wetterlage waren die Kontrollen entwürdigend und Schikanös. Hierbei wurden ungeachtet gesundheitlicher Schäden („Strahlenrisiko“), zwischen 1978 und 1989 die West-Berliner Fahrzeuge auch mittels Cs-137-Gammaquellen durchleuchtet.

Damit die Westberliner überhaupt die Transitautobahn nach der Bundesrepublik benutzen durften, zahlte die BRD an die DDR für den Ausbau der Autobahn über 2.210,5 Mio. Mark. 

Seit den 50er Jahren war eine verstärkte Militarisierung der DDR-Gesellschaft zu beobachten. Schulen veranstalteten Schießübungen und Geländespiele, Kinder und Jugendliche probten die Wehrbereitschaft gegen den angeblichen „imperialistischen Feind im Westen“. Selbst in den Kindergärten wurde über die angeblich notwendige bewaffneten Streitkräfte gegen den „Klassenfeind“ im Westen gesprochen.

Mit Sorge mußen wir beobachten wie die FDJ wie die HJ wieder marschierte und ein ehemaliger Adolf-Hitler-Schüler sagte hierzu: 

"Hier marschieren sie wenigstens wieder", begeisterte sich die ehemaliger Adolf-Hitler-Schüler und Oberbannführer und Oberleutnant a. D. Wilhelm Jurzek aus Wedel bei Hamburg, als er beim FDJ-Pfingstmarsch in Berlin-Ost kiebitzte, zusammen mit Hans Schmitz, dem ehemaligen HJ-Gebietsführer von Pommern.

Beiden schlug das mit 41 Jahren immer noch jugendbewegte Herz höher, als sie feststellten: "Dies ist ja die alte HJ, nur im blauen Hemd. Sie haben unsere Trommeln, Fanfaren und Märsche übernommen und sind genau so wie wir einst begeistert."

Angst machte uns auch, dass der Staatssekretär im Ministerium für Staatssicherheit der DDR, Erich Mielke, ehemalige Offiziere und Unteroffiziere der ehemaligen Gestapo für die Dienste in der DDR anwarb. weiter.....>

Mit Entsetzen und Angst das wir Westberliner als nächstes dran sind, verfolgten wir den Überfall auf die CSSR 1968

(mp3)

Erinnerungen an die Berlin-Blockade 1948/49 und dem Mauerbau 1961 wurden wach. (Originalton) 

(mp3)

Bereits in den 70er Jahren bereitete sich die NVA unter dem Code-Namen »Turnier« darauf vor, West-Berlin militärisch einzunehmen.

Jagdbombergeschwader sollten den ersten Schlag führen, Artilleriebeschuss West-Berlin einnahmereif machen, während Pioniere der NVA Gassen durch die von der DDR um West-Berlin errichtete Mauer sprengen sollten, um der 1. Motorisierten Schützendivision der NVA und Regimentern des Grenzkommandos Mitte der Grenztruppen der DDR den Weg zu bahnen, unterstützt von sowjetischen Truppen, Volkspolizei-Bereitschaften und motorisierten Kampfgruppen-Bataillonen. Ihnen sollte das MfS folgen, das bereits detaillierte Pläne für die Bildung von Kreisdienststellen und die politische Machtübernahme in der eroberten Stadt entwickelt hatte.

Das Video zeigt wie bereits 1946 Ost-Deutsche Grenzorgane starke Einheiten um Westberlin herum zusammenzogen.

 Vorausgegangen war die Vereinigung zwischen KPD und SPD zur SED, auf der Grundlage eines Ost- Deutschen kommunistischen Staates. (Link Video)

"Damit war bereits 1946 die Teilung Deutschlands nicht mehr aufzuhalten", sagt Prof. Dr. h.c. Klaus-Peter Kolbatz.  

VIDEO: 1946 - Starke Verbände der Ost-Deutschen Grenzorgane um Westberlin  

Ost-Deutsche Grenzorgane und die Sowjets haben die Westberliner mit der Berlin-Blockade 1948 bis 1949 in einem Getto eingeschlossen um sie auszuhungern und so zum Beitritt des Kommunismus zu zwingen. 

Um die West-Berliner mürbe zu machen durchbrachen MIG's regelmäßig im Tiefflug die Schallmauer. Ziegel vielen von den Dächern und Fensterscheiben gingen dabei zu Bruch. In Spandau (Berlin-West) ist eine MIG abgestürzt. Ein Passagierflugzeug der Air France wurde bei einem Flug von Frankfurt/Main nach West-Berlin von zwei Jägern der Einheiten der Kasernierten Volkspolizei beschossen und von 1600 auf 700 Meter herabgedrückt worden.

10.7.1952 - Seit 1948 hat die Stasi mehr als 10.000 Menschen aus der Bundesrepublik und Westberlin in die DDR verschleppt.

AUDIO (mp3)

Dr. Walter Linse, Rechtsanwalt und Mitarbeiter des "Untersuchungsausschusses Freiheitliche Juristen" wird in Westberlin am helllichten Tag vom Staatssicherheitsdienst der DDR entführt. Nach Angaben des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen wurden seit 1948 mehr als 10.000 Menschen aus der Bundesrepublik und Westberlin in die DDR verschleppt, gefoltert und getötet. ...weiter....>

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