Ostdeutsche leiden häufiger an „Borderline
Persönlichkeitsstörung“ als Westdeutsche!
Tests mit 1000 Probanten hat ergeben das Ostdeutsche drei
mal häufiger an „Borderline Persönlichkeitsstörung“ erkranken als
Westdeutsche.
Was ist eine „Borderline Persönlichkeitsstörung“ ?
- Achterbahn der Gefühle -
Die "Borderline-Persönlichkeitsstörung" (BPS) ist eine
Persönlichkeitsstörung, die recht häufig bei Menschen festgestellt wird, die
körperliche Gewalt erlebten, emotional vernachlässigt wurden oder in einem
Klima von Ablehnung aufwachsen mußten.
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Ein solcher häufiger traumabedingter
Zusammenhang ist bezüglich der " Borderline-Persönlichkeitsstörung"
wissenschaftlich nachgewiesen und wird u.a. auch der frühkindlichen Erziehung
in " DDR-Kindergärten",
Spätfolgen bei "Kriegskindern",
Vergewaltigungen oder psychiatrische Vorerkrankungen in der Familie angelastet.
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Die "Borderline-Persönlichkeitsstörung" ist eine Persönlichkeitsstörung,
die von emotionaler Instabilität, einer Dichotomie des Denkens, dem sogenannten
Schwarz-Weiss-Denken, das keine Mittelwerte zuläßt und den übrigen Symptomen
der Störung wie beipielsweise Impulsdurchbrüchen oder instabilen Beziehungen
gekennzeichnet ist.
Das Denken der Betroffenen ist wesentlich von "entweder-oder",
"schwarz-oder weiss" oder " nur gut" oder "nur
böse" geprägt, was auch in Beziehungen vor allem auch bewirkt, daß diese
Haltung ins jeweilige Gegenteil umschlagen kann. Für Beziehungen ist das
natürlich nicht förderlich, da Menschen so nicht als reale Personen mit
gleichzeitig guten und schlechten Eigenschaften erlebt werden.
Menschen, die eine "Borderline-Persönlichkeitsstörung" haben, leiden wie
andere Menschen mit psychischen Störungen sehr unter Einsamkeit und sie wurden
auch in ihrer Kindheit oftmals sehr stark emotional vernachlässigt. Sie
reagieren darauf mit einem intensiven und aktiven Bemühen, Alleinsein zu
vermeiden und es kommt zu intensiven, aber auch instabilen Beziehungen.
Niemand wird gerne verlassen, das tut immer weh. Aber das Wesentliche bei
Menschen mit einer "Borderline-Persönlichkeitsstörung" ist das
Nichtertragenkönnen von Alleinsein, was von Betroffenen manchmal als
immerwährende Isolation erlebt wird. Ihnen ist es nicht möglich, einen
Menschen in dessen Abwesenheit »im Herzen zu tragen« , so daß ein
unerträgliches Gefühl der Einsamkeit bis hin zu unerträglichen
Verlustängsten entstehen kann. So unternehmen sie alles Erdenkliche, um
Alleinsein zu vermeiden. Sie wollen fortwährend unter Menschen sein. Was ja
nicht immer möglich ist und nicht jeder hat immer dafür Verständnis.
Möglicherweise begeben sie sich so auch schnell in Beziehungen zu Partnern, die
nicht zu ihnen passen oder ihnen gar schaden.
Sie erleben sich, wenn sie allein sind als gereizt und ängstlich oder sie
fallen in ein depressives Loch. So sind die Betroffenen auch intensiv bemüht
Verlassenwerden zu verhindern. Tritt dennoch der unerträgliche Zustand ein,
daß sich der betreffende Mensch abwendet, sei es durch Tod des Partners oder
die Beziehung beendet, so führt dies zu heftigen Reaktionen und völliger
Verzweiflung. Schlimmstenfalls kann dies zu Suizidalität führen oder aber auch
zu potentiell selbstschädigendem Verhalten.
Sie leben in einem ständigem Dilemma, sie brauchen und suchen schnelle und
intensive Nähe, die sie aber, wenn sie sie bekommen nicht ertragen können. Da
sie aber eben nicht ertragen können allein zu sein, stellen sie alles mögliche
an, um dies zu vermeiden. Dies wird verständlicher, wenn man bedenkt, daß
Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung oft emotionale
Vernachlässigung oder auch Deprivation erfahren haben und somit kein Vertrauen
in eine stabile Beziehung fassen können.
Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, die ja auch
Schwierigkeiten haben, ihre Mitmenschen kontinuierlich als vollständige
Menschen mit guten und schlechten Eigenschaften wahrzunehmen, haben auch
Probleme, sich selbst realistisch einzuschätzen und ein andauerndes sowie
klares Bild von ihrer Identität zu entwickeln.
Menschen mit einer Borderline-Störung benötigen zudem immer wieder
Bestätigung, daß sie eine Sache gut gemacht haben. Machen sie in einer anderen
Situation einen Fehler, können sie sich schnell für völlig dumm halten oder
für ihr Eigenverschulden andere verantwortlich machen.
In Krisensituationen kann es bei den Betroffenen zu kurzfristigen paranoiden
Ideen kommen oder es bietet sich für kurze Zeit ein Bild wie bei einer
schizophrenen Erkrankung, was aber meist nach wenigen Tagen zurückgeht.
Oder es kommt zu schweren dissoziativen Symptomen. Die Dissoziation ist ein
Schutzmechanismus. Allerdings kann es sehr erschreckend für die Betroffenen
sein, beispielsweise wenn sie sich an einem Ort wiederzufinden, ohne zu wissen,
wie sie dorthin gekommen sind. Das nennt man Dissoziative Fugue. Oder die
Betroffenen können in schwere dissoziative Dämmerzustände geraten und z.B. in
einem Geschäft stehen, ohne zu Wissen wo sie sind oder was sie eigentlich
wollten.
Ein weiteres mögliches Merkmal ist, daß die Betroffenen unter innerer Leere
oder Langeweile leiden können, was wiederum zu potentiell selbstschädigendem
Verhalten führen kann, um diesen Zustand zu beenden.
Bei den Betroffenen kann es zu plötzlicher intensiver unkontrollierbarer Wut
kommen, die sich in verbalen Angriffen äußern kann, in tätlichen Angriffen
oder es werden Gegenstände zerstört.
Die Zornesausbrüche von Menschen mit einer Borderline-Störung sind sehr
intensiv und nicht immer vorhersehbar. Sie werden von Mitmenschen daher auch
nicht selten als unverhältnismäßig empfunden. Manchmal dient ein Streit auch
dazu, die Stabilität einer Beziehung zu überprüfen oder mehr Distanz zu
erreichen.
Desweiteren leiden die Betroffenen unter erheblichen Stimmungsschwankungen
wie Depressionen, Dysphorie, Erregbarkeit oder Angst, die von kürzerer Dauer
sind. Diese affektive Instabilität entsteht infolge der ausgeprägten
Reaktivität der Stimmung der Betroffenen.
Irina erzählt von ihrer Angst, die sie immer wieder überfällt:
»Oft kommt sie ganz plötzlich, von einer Minute zur anderen: die Angst, die
mir die Luft abschnürt, mich lähmt.
Es kann ganz harmlos anfangen: Ich bin zu Hause und will einen Termin
wahrnehmen, horche in mich hinein und stelle fest, mir geht es gut. Ich bin
fröhlich und freue mich beispielsweise über das schöne Wetter. Also gehe ich
los und an der Haustür überfällt sie mich dann. Die Angst!
Von einer Minute
zur anderen ist alles anders, wirkt die Umgebung anders, die Menschen, die ich
sehe, die Autos, die vorbeifahren - sie wirken bedrohlich.
Wind empfinde ich
dann als Sturm. Ich kann kaum einen Fuß vor den anderen setzen, verliere den
Kontakt zum Boden und zu mir selbst. Mir bleibt die Wahl zurückzukehren oder
durch die Angst hindurchzugehen. Setze ich meinen Weg fort und nehme trotz allem
den Termin wahr, verschwindet die Angst nicht, nein, sie bleibt bei mir und
läßt mich nicht los. Kehre ich um, bleibt sie auch noch eine Weile hartnäckig
an mir kleben und wird dann weniger.
Ich kann der Angst also nicht entfliehen.
Für Stunden, meist für den Rest des Tages bin ich dann vollkommen erschöpft,
kann meinen Aufgaben nicht mehr nachkommen - was mich noch zusätzlich
deprimiert.«
An anderen Tagen ist Irina bester Stimmung, besonders, wenn jemand sie gelobt
hat. Dann kann sie lächelnd Schwierigkeiten überwinden. Anders ist es, wenn
sie kritisiert wurde oder sie jemand kritisch ansieht. Sie stürzt dann in
tiefste Tiefen und zieht sich zurück. An anderen Tagen ist sie leicht reizbar,
wird zynisch, entdeckt zielsicher die Schwachstellen ihrer Mitmenschen.
Wer schon ganz früh emotionaler Deprivation oder körperlicher Mißhandlung
sowie persönlicher Geringschätzung bis Verachtung ausgesetzt ist, der kann
einfach kein Urvertrauen entwickeln und sich in irgendeiner Form seiner Existenz
sicher fühlen. Mehr "Scheinen" als "Sein" ist die Folge, wobei hier Anschaffungen
getätigt werden, die schnell über das verträgliche Maß hinaus gehen. Ein
Retter wird hier sehr schnell als Freund behandelt, aber auch eben so schnell
wieder fallen gelassen.
Menschen mit einer "Borderline-Persönlichkeitsstörung" leben in einem
ständigen Dilemma. Sie haben große Schwierigkeiten und Angst, alleine zu sein,
wünschen sich schnell intensive Nähe und, daß sie liebevoll umsorgt werden.
Bekommen sie die ersehnte Nähe, wird es ihnen schnell zu eng, sie haben Angst
verschlungen zu werden. Zudem fällt es ihnen schwer, andere Menschen und auch
sich selbst als jemanden mit gleichzeitig guten und negativen Eigenschaften
wahrzunehmen.
Ein Freund oder auch der Therapeut kann sehr schnell Retter sein,
ein Engel auf Erden mit nur guten Eigenschaften, kurz darauf jedoch der Teufel
in Menschengestalt. So haben sie immer wieder sehr intensive Beziehungen, die
genauso schnell zu Ende sein können. Oder die Beziehungen halten lange an, sind
aber gekennzeichnet von intensiver Nähe und heftigen Auseinandersetzungen mit
kurzzeitigen Trennungen und ebenso schneller Wiederannäherung.
Den jeweiligen gesunden Partnern oder Freunden ist das oft schwer
nachvollziehbar. Entweder sie reagieren enttäuscht und ziehen sich zurück,
oder sie verhalten sich übertrieben rücksichtsvoll. ...weiter....>